AktuellesInformation zur Internationale Oekumenischen Friedenskonvokation (IOeFK) Perspektive für die die Oekumene: Abschluss der Dekade zur Überwindung von Gewalt mit der Internationalen Oekumenischen Friedenskonvokation 2011
Initiativen, Gemeinden und Kirchen in Deutschland haben sich an der Dekade zur Überwindung von Gewalt beteiligt, die der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) bei der Vollversammlung in Harare 1998 für die Jahre 2001 bis 2010 mit dem Ziel „Kirchen für Frieden und Versöhnung“ ausgerufen hatte. Abgeschlossen werden soll die Dekade auf Beschluss der Vollversammlung des ÖRK in Porto Alegre 2006 durch eine Internationale Ökumenische Friedenskonvokation (IÖFK) mit ca. 2000 Teilnehmenden (Vertreter/Vertreterinnen von Kirchen, Organisationen und Netzwerken sowie von Repräsentanten anderer Religionen) unter dem Motto „Ehre sie Gott und Frieden auf Erden“ vom 17. bis 25. Mai 2011 in Kingston/Jamaika. Diese Versammlung soll eine Ökumenische Erklärung zum „gerechten Frieden“ verabschieden. Die Friedenskonvokation soll dazu anregen, als Initiative, Gemeinde oder Kirche vor Ort selbst Frieden zu stiften, das ökumenische Engagement zu stärken und zu bedenken, was die Bibel zu Frieden, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit sagt. Der Begriff „Konvokation“ kennzeichnet den historischen und kirchenpolitischen Ort (Erinnerung an Seoul 1990; formale Ansiedlung zwischen ökumenischer Konferenz und ökumenischem Konzil; als Abschluss der Dekade auch Manifestation und Fortsetzung der Konziliaren Prozesses) und hat eine theologische Bedeutung (Konvokation als gemeinsame Berufung und Zeugnis: Frieden als zentraler Begriff, der die Anliegen von Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Nachhaltigkeit berücksichtigt). Auf die Konvokation 2011 soll auf folgende Weise hingearbeitet werden: 1. Inhaltlich und organisatorisch durch den OeRK in Genf: Der Zentralausschuss des OeRK hat eine Referenzgruppe unter Leitung von Pfr. Fernando Enns, (Hamburg) eingesetzt. Der bisherige Koordinator Geiko Müller-Fahrenholz (Bremen) wird seine Arbeit im Frühjahr 2008 einschränken und danach für die Betreuung der Oekumenischen Friedenserklärung zuständig sein, weil sich die Gesamtkoordination der Friedenskonvokation so ausgeweitet hat, dass eine zusätzliche Arbeitskraft nötig wird. Eine Zeitschrift zur IOeFK soll unter dem Titel „Anticipation“ herausgegeben werden. Weitere verantwortliche Personen sind: 2. Erarbeitung einer Oekumenischen Erklärung zum gerechten Frieden als gemeinschaftlicher Prozess der Vergewisserung: Angedacht ist für den deutschsprachigen Raum eine Einladung zur Teilnahme durch ein Dossier bei Publik-Forum mit der Aufforderung an Friedensgruppen, Gemeinden, Projekte, NGOs, eigene Friedenserklärungen zum gerechten Frieden für ihren Bereich zu schreiben und danach zu handeln. Die Ökumenische Friedenserklärung soll kein bloßes Dokument zum Abschluss der Dekade werden, sondern soll Dynamik entfalten helfen und die Themen der Dekade in ihrer Fülle an unterschiedlichen Beispielen beschreiben, verstärken und weiterführen. Sie soll auf die Mehrschichtigkeit von Friedensarbeit aufmerksam machen und die Themen theologisch reflektieren und verdichten. So viele kirchliche Gruppen, Gemeinden und Projekte wie möglich sollen angesprochen werden, um sie um ihre Beiträge in Form von Texten, Gebeten, Liedern und Bildern zu bitten. Theologische Fakultäten und Seminare sind eingeladen, an dem Entwurf mitzuarbeiten. Erhofft ist die Beteiligung von Künstlern 3. Expertenkonsultationen in Partnerschaft mit Forschungsinstituten und NGOs zu den Weitere Konsultationen sind in Vorbereitung.
5. Finanzen: Der Zentralausschuss des ÖRK muss das Budget für die Konvokation im Februar 2008 festlegen. Welche deutschen Träger (Gruppen, Kirchen) sind bereit, Besuche von „living letters“ zu unterstützen? Auch die Finanzierung durch Kollekten in Verbindung mit eigenen ökumenischen Friedenserklärungen wird angeregt. 6. Die IÖFK wurde in Deutschland bisher durch Treffen von Interessierten vorbereitet, die vom Ökumenischen Netz in Deutschland (OeNiD) (Michael Held) am 13./14. 4.2007 nach Imshausen und von der Arbeitsstelle Frieden im Haus der kirchlichen Dienste (Klaus J. Burckhardt) am 19.9.2007 nach Hannover eingeladen worden waren. Ebenfalls einbezogen ist die ACK in Deutschland, die Konferenzen der Ökumene-Beauftragten und der Beauftragten für Friedensarbeit. Auch der Leiterkreis der Evangelischen Akademien ist beteiligt. Der Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT) ist hinsichtlich des 32. DEKT 2009 in Bremen, des 2. Ökumenischen Kirchentages 2010 in München und des 33. DEKT 2011 in Dresden in die Vorüberlegungen einbezogen. Das Gesamtkonzept und die Koordination
8. Kontakt: Quellen: Bad Honnef, den 28.11.2007 f.d.R. Ulrich Frey ulrich.frey@web.de
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