Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt
Test-Hefte: Shrimps, Leder Baumwolle
In neun Ländern fördert die Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt (ASW)
Basisprojekte, in denen Frauen ihre Rechte einfordern, Kleinbauern gegen die
ökologische Zerstörung ihres Landes kämpfen oder Minderheiten sich gegen
Diskriminierung wehren, kurz, in denen Menschen aktiv werden, um ihre
Lebensbedingungen zu verbessern.
Allzu oft stoßen sie dabei aber auf Grenzen, die ihnen das "Entwicklungsmodell"
ihrer Länder setzt. Regierungen, die auf die Erwirtschaftung von Devisen für
Schuldendienst und Importe angewiesen und selbst Teil der wirtschaftlichen
Eliten sind, berücksichtigen in ihrer Politik viel zu wenig die Bedürfnisse der
armen Land- und Stadtbevölkerung. Und so fördert beispielsweise Indien die
industrielle Shrimpsproduktion oder die Herstellung von Leder für den Export
nach Deutschland und in andere Industrieländer. Die brasilianische Regierung
fördert den Aluminiumabbau, den Holzexport oder die Anlage großer
Erdbeerplantagen für unseren Konsum und nimmt die Abholzung der Regenwälder in
Kauf.
Wir KonsumentInnen fragen viel zu selten danach, warum wir diese Produkte zu so
günstigen Preisen genießen können, welchen Preis dafür wohl die AnwohnerInnen
der Shrimpsfarmen bezahlen, deren Ackerland zerstört wird, oder welche
Konsequenzen die Abholzung Amazoniens für die Fischer, Bauern und Sammlerinnen
hat.
Wer sich diese Fragen dennoch stellen möchte, findet Informationen zur
Herstellung von Baumwolle, Leder, Shrimps und zur Abholzung der Wälder in den
Heften der ASW-Test-Reihe. Die Broschüren enthalten außerdem Verhaltenstipps für
KonsumentInnen und stellen Projekte vor, die sich in den betroffenen Gebieten
für die Rechte der Menschen einsetzen.
ASW, Hedemannstr. 14, 10969 Berlin, Tel. 030/ 2510265, Fax 030/ 2511887,
mail@ASWnet.de.
Gewalt unter Kindern
"Wir sagen Nein zur Schikane unter Kindern". Dies ist eine der Botschaften des Children's Resource Centre (CRC) und der Kinderbewegung Südafrikas zum Internationalen Kindertag.
Viele Kinder haben "gelernt", bei Konflikten oder zur Durchsetzung von Interessen, sofort zur Gewalt zu greifen. In den Gruppen des CRC lernen die Kinder Respekt für den eigenen Körper und den Körper anderer zu entwickeln - ein wichtiger Beitrag um die Gewaltanwendung unter Kindern und Jugendlichen einzudämmen. "Respekt für sich selbst, Respekt für andere und Respekt für die Umwelt" sind die Ziele der Kinderbewegung. Das Thema Gewalt wurde in diesem Jahr verstärkt aufgegriffen und eine Anti-Bullying*-Kampagne ins Leben gerufen, die sich gegen Mobbing und Gewaltanwendung in den Schulen richtet. Über 5000 Kinder zwischen 7 und 14 Jahren sind derzeit Mitglieder der südafrikanischen Kinderbewegung.
Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V., Hedemannstr. 14, 10969 Berlin, Tel. 030-251 02 65, michael.franke@ASWnet.de

weiter
|