Oekumenisches Netz in Niedersachsen
Gerhild Kramer,
Wellerserstr. 14,
D-37586 Dassel,
Tel: 05562 - 67 94
Das Ökumenische Netz in Niedersachsen wird sich in der Dekade zur Überwindung
von Gewalt auch mit der gegenwärtigen Militärstrategie befassen. Die Neue
Strategie der NATO bestehe darin, nicht wie bisher die Territorien der
NATO-Staaten zu schützen, sondern ihre Eigeninteressen durchsetzen wollen, z.B.
durch Interventionen, wenn sie sich durch Flüchtlingsströme bedroht fühlen. Das
führte Christine Schweizer beim Netztreffen in der Friedenswerkstatt Bentierode
am 9./10. 03. `01 aus. Das Bestreben der Nato sei es, Krieg wieder als Mittel
der Politik hoffähig zu machen.
Wolfgang Raupach-Rudnick referierte zum Thema: Humanitäre Interventionen mit
Bomben und Granaten? Pro und Contra in Politik, Kirche und Friedensbewegung. Die
Haltung der Kirche und der Friedensbewegung nach der Wende sei gekennzeichnet
durch viel Unsicherheit und Hilflosigkeit während des Kosovokrieges. Das
begrenzte Ja zu militärischen Mitteln könne jedoch nicht begründet werden
Pilgerherberge
Der Niedersächsische Arbeitskreis Konziliarer Prozeß und das ÖNN sind auf dem
Kirchentag in Frankfurt mit einen Stand und einer kleinen Ausstellung vertreten
und berichten über ihren Pilgerweg entlang der Weser.
Oekumenisches Forum
Das Ökumenische Forum vom 24.-26. August wird in Braunschweig zum Thema "Dekade
zur Überwindung von Gewalt" stattfinden. Als ReferentInnen sind vorgesehen:
Ulrike Eichler: "Aufbrechende Gottesvorstellungen, Opfer und Gewalt in der
Bibel, eine Feministisch-Theologische Auseinandersetzung" und Egon Bahr:
"Elemente einer europäischen Sicherheitsarchitektur".
OeNN, Oekumenisches Netz in Niedersachsen, Susanne Bergengruen, Alabasterweg 10,
30455 Hannover
Pilgerradfahrt entlang der Weser
Auf ein Riesenecho ist das Angebot des Arbeitskreises Konziliarer Prozess, der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen und des Oekumenischen Netzes in Niedersachsen gestoßen, auf der Strecke von Hannoverisch Münden bis Nienburg mit Kanus zu fahren. Mit fast 100 Anmeldungen ist die Bootsetappe der ökumenischen Pilgerfahrt entlang der Weser in der Zeit vom 14. bis 22. Juli 2000 bereits ausgebucht. Für die Alternative „Pilgern mit dem Fahrrad“ sind Teilnehmende für die gesamte Route oder eine Teiletappe willkommen.
Die Pilgerfahrt verläuft auf zwei Routen entlang der Weser bis nach Nienburg.
Die Nordroute beginnt - auf beiden Seiten der Weser - in Dorum und in Nordenham. Ausgangsort der Südroute ist Hannoverisch Münden. In Bremen kommen beide Strecken zusammen. Beide Pilgerwege sind in Tagesetappen von 40 bis 50 Kilometern aufgeteilt. Einzelne Streckenabschnitte können auch zu Fuß zurückgelegt werden. Übernachtet wird in den Räumen von Kirchengemeinden entlang der Weser. Den gemeinsamen Abschluss der Pilgerfahrt bildet ein ökumenischer Pilgertag in Nienburg am 22. Juli, der unter dem Motto „Vision 2000“ steht.
Die Veranstalter wollen mit der Pilgerfahrt ein Zeichen der Hoffnung auf Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung setzen. Darum bietet die Fahrt Gelegenheit, Natur und Schöpfung intensiv zu erleben. Sie führt aber auch an Orte der leidvollen Geschichte und Gegenwart, an denen die Gefährdung von Gerechtigkeit, Frieden und Schöpfungsbewahrung sichtbar wird. Ebenso sollen Orte der Hoffnung aufgesucht werden, an denen zukunftsweisende Projekte vorgestellt werden, sowie Orte der Vergewisserung wie Kirchen und Klöster, an denen die Gegenwart Gottes seit Jahrhunderten erfahrbar wird. Auf dem Pilgerweg gliedern Gebetszeiten den Tag. Andachten und Gespräche bieten Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen und dem gemeinsamen Nachdenken Raum zu geben.
Informationen:
Niedersächsischer Arbeitskreis Konziliarer Prozess, c/o Pastor Hermann de Boer, Steigertahlstr. 13, 31582 Nienburg, Tel. 05021/ 18892

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