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Keine Regierung hat eine "Lizenz zum Töten"

Initiative zur Dekade zur Überwindung von Gewalt

"Darf irgendein Mensch einem anderen Menschen erlauben oder befehlen, einen Mitmenschen zu töten" fragt der württembergische Pfarrer Werner Dierlamm aus Schorndorf in einem veröffentlichten Brief an den württembergischen Landesbischof Otfried July. Anlass ist dessen Aussage in seinem Bischofsbericht, Religion sei "mehr als eine Privatsache".</P> <P>Werner Dierlamm schreibt: "Der Ökumenische Rat der Kirchen hat die Jahre 2001 - 2010 als "Dekade zur Überwindung von Gewalt" ausgerufen. Was kann ich, was können wir, was kann unsere Kirche&nbsp; zur "Überwindung&nbsp; von&nbsp; Gewalt" tun?</P> <P>Ich denke beim Wort "Gewalt"&nbsp; zuerst an die massenhafte Tötung und Verstümmelung von Menschen im Krieg und die Zerstörung von Häusern, Kulturwerten und Infrastrukturen ganzer Länder.&nbsp; Man hat in Jahrhunderten über die Frage diskutiert, ob es "gerechte Kriege" geben könne. Diese Diskussion hat die schrecklichsten Kriege nicht verhindern können.</P> <P>Ich schlage vor, die Fragestellung zu verändern. Darf irgendein Mensch einem anderen Menschen erlauben oder befehlen, einen Mitmenschen zu töten? Darf die Regierung unseres Staates, darf irgendeine Regierung&nbsp; unter Berufung auf das "Gewaltmonopol" weiterhin die "Lizenz zum Töten" für sich in Anspruch nehmen? Dürfen wir das im&nbsp; Hinblick auf "Gott", auf den sich die meisten Staatsbeamten in unserem christlichen (?) Europa noch vereidigen lassen, im Hinblick auf Jesus Christus, zu dem sich die christlichen Parteien in unserem Staat bekennen, im Hinblick auf Art. 1 unseres Grundgesetzes, in dem die&nbsp; Würde des Menschen für unantastbar erklärt wird?"</P> <P>Der Brief wurde bislang von mehreren Dutzend weiterer Christinnen und Christen mitunterzeichnet. Weitere Informationen oder Unterstützerunterschriften über <A href="mailto:werner.dierlamm@arcor.de">werner.dierlamm@arcor.de</A> .</P> <P>Wolfgang Krauß vom mennonitischen Friedenskomitee hält es in einer Reaktion auf diesen Brief&nbsp; allerdings "für unangebracht, von einer Regierung zu fordern, sie sollen aufs Töten verzichten, solange die Christen selbst es nicht tun, solange die Kirchen ihren Gliedern nicht die Waffen aus der Hand nehmen, wie es Bonhoeffer 1934 vorschlug". Es sei zuerst Sache von&nbsp; Christen und Kirchen auf Teilnahme und Legitimation staatlicher Gewalt zu verzichten".<BR></P>




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